“Fang doch von vorne an.”

Maria hatte ein Händchen für ungefragte Ratschläge dieser Art. Und ich eins für diesen Schlag von Mensch.
Man kann sein Leben nicht auslöschen, nicht vergessen, nicht von vorne anfangen. Ich kann es nicht. Und ich will es auch nicht, selbst wenn ich es könnte. Verpacken hingegen ist reizvoll. Pakete stehen im Kellerregal. Die meisten bereits sortiert, irgendwie, Kriterien nach all den Jahren unbekannt, uninteressant.
Es müsste also: “Räum auf!” heißen. Dich, dein Leben, den verkorksten Kram aus der Vergangenheit, den aus der Gegenwart gleich mit und dann: Augen auf und durch. Aber vielleicht ist auch alles ganz anders. Dennoch: Auch kein Neuanfang für diesen Blogeintrag.

Von Mia, 8. Februar 2010, 14:21 Uhr

.. aus der Packstation. Vielen Dank an Olaf

Von Mia, 8. Februar 2010, 13:45 Uhr

augenhöhe Vielen Dank an Tina, die meinem Tweet optisch auf die Sprünge half.

Von Mia, 5. Februar 2010, 12:02 Uhr

“Ich gehe spazieren. Bis gleich.”
“Warum?”
“Was, warum?”
“Warum gehst du spazieren?”

Während ich mir die Jacke anzog, dachte ich über seine Frage nach, fand keine Antwort, viel schlimmer noch: Ich wollte keine mehr finden.
Keine Antworten mehr finden müssen, auf Fragen, die unwichtig waren, die Grenzen setzten, die einsperrten, die mich nicht ließen.
Sein, wo ich war, ohne der Frage nachzugehen, warum oder wieso ich etwas wollte.  Oder eben nicht.
In Gedanken hörte ich ihn schon sagen “Aber ich interessiere mich nun mal für dich.”

Gewonnen. Kurzfristig. Er.

Das war dieser k.o. Satz, dieser “Aber ich liebe dich doch” Satz, der, den so viele Menschen hören wollen.
Nur ich, ich wollte einfach nur spazieren gehen.
Ohne Frage, ohne Antwort.

Ich gab ihm keine Antwort, schloss die Tür hinter mir und ging.
Der Wind peitschte mir die Haare ins Gesicht, Hiebe, jede einzelne Strähne.
“Warum machst du das, warum machst du das so, warum nicht anders, wieso machst du jenes?”
Jede Strähne eine Frage. Keine Antworten.

Es ist mein Recht, zu machen, was ich will. Ich morde nicht, ich stehle nicht, ich bin einfach nur auf dieser Welt. Ich erlaube mir zu atmen, mein Ding zu machen, Fehler ohne Ende, nur leben. Es ist mein Recht, dass ich spazieren gehe, wann ich will, esse, was ich will. Es ist mein Recht, keine Antworten zu haben, keine finden zu wollen, nicht ständig hinterfragt zu werden. Es ist mein Recht, dass ich schweige, dass ich liebe oder gehe.

Und wenn du mich liebst, dann zwingst du mich nicht ständig, mir mein Recht zu erobern, zu erkämpfen oder zu erstreiten.

Mein Recht. Fertig. Ohne Punkt.

Von Mia, 3. Februar 2010, 23:09 Uhr

Immer wieder kam die Frage, ob ich mich freue, ein Buch geschrieben zu haben, immer wieder meine Antwort “Nein”. Wenn ich mir aber jetzt E-Mails durchlese und Fotos ansehen, könnte ich mit “Ja” antworten… würde man mir die Frage noch mal stellen.

Vielen Dank, ich hoffe, es werden noch viel mehr!

jwefmef

iefSandra

jefgef

songe_creuxRegina Kohn

beingmenowAgent_Dexter

Von Mia, 14. November 2009, 03:15 Uhr