“Fang doch von vorne an.”

Maria hatte ein Händchen für ungefragte Ratschläge dieser Art. Und ich eins für diesen Schlag von Mensch.
Man kann sein Leben nicht auslöschen, nicht vergessen, nicht von vorne anfangen. Ich kann es nicht. Und ich will es auch nicht, selbst wenn ich es könnte. Verpacken hingegen ist reizvoll. Pakete stehen im Kellerregal. Die meisten bereits sortiert, irgendwie, Kriterien nach all den Jahren unbekannt, uninteressant.
Es müsste also: “Räum auf!” heißen. Dich, dein Leben, den verkorksten Kram aus der Vergangenheit, den aus der Gegenwart gleich mit und dann: Augen auf und durch. Aber vielleicht ist auch alles ganz anders. Dennoch: Auch kein Neuanfang für diesen Blogeintrag.

Blogger PostFacebookShare
Von Mia, 8. Februar 2010, 14:21 Uhr

Kommentiere den Artikel oder setze einen Trackback

Bisher 1 Kommentar zum Artikel

  1. Kommentar von Birgit

    Ja. Verpacken ist reizvoll. Erinnert an “Kein Opfer ist je vergessen”. Alle Beweisstücke zu einem “Fall” lagern in Kisten in Archivregalen. Bereit, ihre Aufgabe zu erfüllen, sobald das Leben oder die Ermittlungsmethoden soweit sind. Oder jemand aus der Vergangenheit in der Gegenwart einen Fehler macht.
    Aber was ändert sich dann? Die Kiste wird von der linken Regalreihe, in der die ungelösten Fälle lagern, in die rechte Regalreihe zu den gelösten Fällen geschoben.
    Recht und Gerechtigkeit sind gut. Sieht man davon ab, könnte es auch: “Schmeiß weg!” heißen. Nicht das Leben. Seinen Ballast.

Kommentiere den Artikel



Kommentare zu diesem Artikel über RSS 2.0-Feed verfolgen