Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul!
Geschenke bekommt man, man bedankt sich und hat hoffentlich Glück, dass der Schenkende den eigenen Geschmack getroffen hat. Wenn nicht, gibt es zwei Alternativen: Man behält es dennoch, Motivation egal, man gibt es zurück, weil man es nicht haben möchte, Gründe auch hierfür: Egal.
Und nun gibt es Menschen, die behaupten: Das Leben ist ein Geschenk. Wenn dem so ist, dann haben wir die Wahl, die sich von Zeit zu Zeit ändern kann:
1. Wir lieben es. Vom ersten Tag an, vielleicht. Immer mal wieder, ständig, oft, wie auch immer.
2. Wir hassen es. Es scheint vom ersten Atemzug eine Strafe, eine Qual, eine Folter. Wir fragen uns, was wir verbrochen haben, womit wir die Schläge verdient haben.
3. Ein Mix aus 1 und 2, was dazu führen kann, dass wir es erst hassen, dann lieben, aus dieser Haßliebe sich die große Liebe entwickelt oder umgekehrt.
4. Wir geben es zurück. Umtausch ausgeschlossen, oder? Selbstverständlich, finde ich, wir haben das Recht unser Leben zu beenden, nur umtauschen, das geht doch nicht. Oder doch? Im Selbstversuch testete ich vor einigen Jahren, wie es ist, sein Leben zurück zu geben. Es geht, teilweise. Es ist quasi so, als würde man den Rahmen behalten, aber das billige Schwarzweiß-Plakat gegen eine wunderbare Zeichnung von Picasso eintauschen.
Möglichkeit 5: Gibt es sie? Welche? Wer hat sie ausprobiert? Sind 1-4 unlogisch, gefangen im eigenen Geschenkband? Fragen über Fragen…


