Wenn wir das Leben fragen
was es uns will sagen
dann hören wir oft nur Klagen.

Auch wagen wir nicht zu fragen
was uns will die Geschichte sagen
viel lieber laben
wir uns an all den Plagen.

Wenn wir am Ende sind mit unserem Buch
und noch einmal das Leben fragen
was es wollte uns sagen
dann wissen wir
dass alles war ein Spiel.

Die Regeln schrieben wir
auf einem Stück Papier
und wieder vergaßen wir
die Tinte zu tauschen
oder einen neuen Füller zu kaufen.

Ohne Regeln
die wir selbst uns schrieben
wäre uns da viel geblieben
an enormern Energien.
(Mia Bernstein, 1995)

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Von Mia, 27. März 2010, 17:42 Uhr

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Bisher 1 Kommentar zum Artikel

  1. Kommentar von Olaf Doschke

    Kann man das unkommentiert lassen?

    Ja, kann man. Es ist wahr.

    Nur so viel: Wir sind auch ohne fremde oder selbst auferlegte Regeln nicht ganz frei, aber die meisten Freiheiten nehmen wir uns doch selbst.

    Bewundernswert daran ist, mit 25 habe ich mir noch nicht so tiefschürfende Gedanken gemacht.

    Ich erinnere mich gerade an den Unterricht der 11. Klasse, also noch viel früher. Wir lernten in etwa gleichzeitig in Geschichte/Gemeinschaftskunde, wei gut wir es haben und frei wir leben können in unserer Demokratie. Und im Philosophie-Unterricht ging es um die Art von Unfreiheiten, die uns so auferlegt sind und die wir uns selbst auferlegen z.B. mit dem Über-Ich.

    So richtig aufgegangen ist mir beides erst später.

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